Lufthansa-Tochter: Teure Rücklastschriften verboten

09.08.2007 [14:10] :: Für Rücklastschriften stellt das LH-Unternehmen Germanwings seinen Kunden satte 50 Euro in Rechnung. Verboten, urteilte das Landgericht Dortmund (Az.: 8 O 55/06, nicht rechtskräftig). Geklagt hatte die Verbraucherzentrale NRW.

Lufthansa-Tochter: Teure Rücklastschriften verboten
Wenn das Konto nicht genug Deckung aufweist, lernen Kunden die Lufthansa-Tochter Germanwings von seiner teuren Seite kennen. Für Lastschriften, die platzen und rückgebucht werden, verlangt das Unternehmen laut Kleingedrucktem „50 Euro Bearbeitungspauschale".

Germanwings begründet die horrende Strafe mit dem „hohen manuellen Aufwand", den die Unterbrechung der „automatischen Prozesse" zur Folge habe. Drei Mitarbeiterinnen seien mit der Bearbeitung befasst - und das bei „jährlichen Gehaltskosten von je 47.223 Euro zuzüglich einer Sachkostenpauschale".

So nicht, meint dagegen das Landgericht Dortmund. Die in die 50-Euro-Pauschale eingerechneten Personalkosten seien „nicht ersatzfähige Kosten". Denn „die Mühewaltung bei der Rechtswahrung" sei von Germanwings allein zu tragen. Der Aufwand, der durch eine Rücklastschrift entstehe, diene „letztlich der Durchsetzung der Ansprüche" des Billigfliegers „aufgrund des Beförderungsvertrages". Mithin, so die Richter, „ist die Pauschale insgesamt als unwirksam anzusehen".

Die Verbraucherzentrale NRW rät: Wer per Lastschrift zahlt, muss für ausreichende Kontodeckung sorgen. Platzt die Abbuchung, hat der Kunde deshalb für anfallende Mehrkosten der Transaktion aufzukommen. Allerdings nur in angemessener Höhe. Viele Firmen belassen es bei Beträgen zwischen fünf und zehn Euro oder berechnen sogar garnichts.
 
Germanwings wird zunächst seine Kunden weiter abzocken. Die Airline gewinnt Zeit und Geld indem sie gegen das Urteil Berufung einlegt. Der Rechtsstreit dürfte sich damit noch lange Zeit hinziehen.
 
 
Lufthansa-Konzern: Gewinne im ersten Halbjahr
 
Lufthansa-Konzern: Germanwings-Gewinne im Juli
 
Germanwings will sich als ehrliche Airline profilieren
 
Lufthansa-Konzern Air Dolomiti
 
Lufthansa-Konzern: Profite bei der Swiss
 
 

Tags:

| Abzocke | Germanwings | Lufthansa | Luftverkehr | Verbraucherzentrale

Mehr zum Thema:

Luftverkehr | Reiserecht | Billigflieger | Bilanzen & Statistiken | Umwelt | Allianzen Kooperationen Kartelle

Kontakt:

http://www.vz-nrw.de/UNIQ118666035220403/link337512A.html


10.08.2007 || 14 Airlines Sign for Boeing
Fourteen airlines signed to use Boeing's [NYSE: BA] Maintenance Performance Toolbox in the first half of this year. Toolbox, which is rapidly becoming a must-have software package for efficiency-conscious carriers, represents the industry's first set of productivity tools designed to unify an airline's maintenance and engineering operations from start to finish.
  09.08.2007 || Avis setzt weiter auf alternative Antriebstechniken: Hybrid
Attraktives Angebot zur Einführung des Honda Civic Hybrid

Letzte Nachrichten:

Zum Thema:

Datenbank:

del.icio.us digg Furl YahooMyWeb blinkbits BlinkList blogmarks co.mments connotea De.lirio.us Fark feedmelinks LinkaGoGo Ma.gnolia NewsVine Netvouz RawSugar Reddit scuttle Shadows Simpy Smarking Spurl TailRank Wists segnalo