Skandinavische Werte: Empfehlung für ein ausgewogenes Portfolio

30.04.2007 [09:45] :: Aktien Nordeuropas profitieren mittel- und langfristig von attraktiven Rahmenbedingungen

- Skandinavische Volkswirtschaften für die Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs bestens gerüstet
- Stabile Grundlage bilden die erfreuliche Verfassung des Bildungssystems und des Arbeitsmarktes sowie die geringe Staatsverschuldung
- Auch binnenwirtschaftlich bestehen große Potentiale - Anhaltend günstige Rahmenbedingungen für norwegische Energietitel und Aufwertung der Norwegischen Krone (NOK)gegenüber Euro

Nach der Überwindung der bipolaren Welt setzte in den nordeuropäischen Ländern ein vielschichtiger Konvergenzprozess ein. Für Skandinavien und den angrenzenden Ostseeraum ergaben sich damit völlig neue ökonomische Perspektiven: Die Region überwand ihre Randlage, die Baltischen Staaten wurden fest in die EU integriert und Russland avancierte mit dem Ostsee-Zugang zum wichtigen Handelspartner.

Von innen gut gerüstet für den internationalen Wettbewerb

Die Integration des Wirtschaftsraums Nordeuropa ist gekennzeichnet durch große Infrastrukturprojekte und Änderungen der ökonomischen Struktur. Daneben leisten sozialpolitische Reformen ihren Beitrag zum andauernden Aufschwung: Schweden konnte mit harten Einschnitten Anfang der 90er Jahre die Staatsquote deutlich reduzieren. Zudem fördern ausgereifte Betreuungs- und Bildungssysteme die Beschäftigungsquote und führen so mittelfristig zu einer besseren Bewältigung des demografischen Wandels.

Norwegen und Schweden setzen geldpolitische Straffung fort

Neben den langfristigen strukturellen Faktoren erscheint auch das mittelfristige konjunkturelle Umfeld günstig. Norwegen beispielsweise profitiert von den anhaltend hohen Energiepreisen. Bei gleichzeitig wachsender Binnenwirtschaft wird die norwegische Notenbank die Zinsanhebungen fortsetzen und gegenüber der EZB einen deutlichen Spread aufbauen. Dies sollte der NOK in den kommenden zwölf Monaten Aufwertungspotential gegenüber dem Euro verschaffen. Durch die anhaltend hohe weltwirtschaftliche Dynamik erscheinen trotz der NOK-Aufwertung vor allem norwegische Unternehmen mit internationaler Verknüpfung für Investitionen interessant. Auch die schwedische Notenbank verfolgt einen geldpolitischen Straffungskurs, der jedoch im 2. Halbjahr auslaufen sollte. Das Commerzbank Private Banking hat insbesondere die Segmente mit hoher binnenwirtschaftlicher Verankerung im Fokus, weil der Konjunkturaufschwung gerade erst am Anfang steht.

Diversifizierung über Länder und Branchen

Die länderübergreifende Betrachtung der Branchen zeigt - trotz der Dominanz einiger Großunternehmen - ein diversifiziertes Bild. In Schweden und Dänemark z.B. liegt der Schwerpunkt auf Medizintechnik- und Technologieunternehmen. Der norwegische Aktienmarkt besteht neben Öl- und Gaswerten zu einem großen Teil aus Energietechniktiteln, die aufgrund des anhaltend hohen Investitionsbedarfs in die Branche auch mittelfristig günstig bleiben. Im Gebiet um Stockholm konzentrieren sich Telekommunikations-, Finanz- und Handelsunternehmen, während in Dänemark Pharmaunternehmen, Reedereien sowie Banken dominieren.

Die Vielfalt des nordeuropäischen Aktienmarktes bietet dem Anleger je nach individueller Risikoneigung zusätzliche Diversifikationsmöglichkeiten für ein ausgewogenes Portfolio - sei es über Branchen und/oder Länder.

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