Riga/Berlin – Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat bei einem lettischen Gericht Gläubigerschutz beantragt, um die Geschäftsfähigkeit und den Flugbetrieb innerhalb seines Streckennetzes in Europa, dem Nahen Osten und in Russland / CIS aufrechtzuerhalten. Dazu nimmt Bertolt Flick, Präsident und CEO der Airline, wie folgt Stellung:
„In den vergangenen sechs Monaten hat das Management von Air Baltic über die Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung bereits die Öffentlichkeit informiert. Baltic Aviation Systems (BAS), ein privater Anteilseigner von Air Baltic, hat seine Bereitschaft bekundet, die Kapitalerhöhung vollständig oder anteilig zusammen mit der Regierung von Lettland durchzuführen. Die lettische Regierung hat als Minderheitsaktionär der Fluggesellschaft nachlässig und wiederholt alle Entscheidungen in Bezug auf die Kapitalerhöhung verzögert. Um diesen Stillstand zu beenden, stimmte der private Anteilseigner BAS am 16. September allen staatlichen Bedingungen zu. Am 20. September hat die lettische Regierung erneut keine Entscheidung bezüglich einer Beteiligung an der Kapitalerhöhung der Airline getroffen und auch der BAS keine Erlaubnis zu einer selbständigen Erhöhung erteilt. Vielmehr hat die Regierung plötzlich und überraschend einen möglichen Verkauf ihrer Anteile an der Fluggesellschaft bekannt gegeben.
Gemäß dem lettischen Gläubigerschutzverfahren hat der Vorstand von Air Baltic dem Gericht einen Plan für die Fortführung seiner Aktivitäten zur Genehmigung vorgelegt. Als Konsequenz wird die lettische Regierung als Aktionär nicht länger in der Lage sein, jedwede Entscheidungen der Fluggesellschaft zu blockieren. Im Rahmen des Schutzverfahrens wurde ein Schlichter nominiert und dem Gericht vorgestellt, der für die ordnungsgemäße Durchführung des Gläubigerschutz-Plans verantwortlich ist. Diesem haben alle Parteien, einschließlich der Aktionäre, dem Management und dem Aufsichtsrat zu folgen. Das Management von Air Baltic wird sich während der Dauer des Gläubigerschutzes nicht ändern und alle Gläubiger des Unternehmens werden bisher noch offene Außenstände erhalten.
Der Vorstand von Air Baltic wird die operativen Geschäfte der Fluggesellschaft fortführen. Sollte die Fluggesellschaft zu irgendwelchen Stornierungen gezwungen werden, werden wir unsere Passagiere durch gesonderte Ankündigungen so früh wie möglich informieren. Für eventuelle Unannehmlichkeiten in der Zukunft wollen wir uns bei unseren Fluggästen entschuldigen.
Der Vorstand der Air Baltic befindet sich derzeit in Verhandlungen mit allen Beteiligten der Fluggesellschaft. Alle von ihnen, mit Ausnahme der Regierung Lettlands, sind bereit, die Fluglinie zukünftig weiter zu unterstützen. Der gerichtlich genehmigte Schutzplan muss eingehalten werden und wird dazu beitragen, die Blockade durch die Regierung von Lettland als Minderheitsgesellschafter zu überwinden.
Foto: Emil Montenegro
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Air Baltic | Flugbetrieb | Gläubigerschutz | Luftverkehr | uneingeschränktLetzte Nachrichten:
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