Frankfurt am Main – Trotz des positiven Jahresabschlusses 2008 mit einem Plus von zwei Prozent bei den Übernachtungen deutscher und ausländischer Gäste macht sich die Finanz- und Wirtschaftskrise auch für den Deutschland-Tourismus bemerkbar. Während wichtige Quellmärkte wie die Niederlande, Dänemark und Polen auch zum Jahresende 2008 mit einem soliden Plus glänzten, hat sich in anderen Märkten – darunter die USA, Großbritannien und Spanien –
„
Nach der dynamischen Aufwärtsentwicklung der vergangenen Jahre müssen wir 2009 mit einer Wachstumspause rechnen. Dank der touristischen Vielseitigkeit und des sehr guten Preis- Leistungs-Verhältnisses ist Deutschland im internationalen Vergleich aber sehr gut aufgestellt", so Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). „Nach umfangreichen Analysen kommen wir zu dem Schluss, dass der Deutschland-Tourismus von der Wirtschaftskrise voraussichtlich weniger stark betroffen sein wird als viele andere Destinationen in Europa", so Hedorfer weiter.Inlandstourismus
Besonders die Geschäfts- und die Kurzreisen sind von der Krise betroffen. Die Entwicklung dieser beiden traditionell sehr starken Segmente ist eng mit dem Wirtschaftswachstum verbunden. In der Folge werden die Übernachtungszahlen einiger Städte, die in den letzten Jahren von einem wahren Boom profitiert haben, 2009 stagnieren oder leicht rückläufig sein.
Wachstumspotenzial im Sommer
„Im Sommer ist Deutschland allerdings potenziell au
f der Gewinnerseite", so Hedorfer. Laut dem renommierten Reiseforscher Prof. Martin Lohmann werden vor allem solche Destinationen profitieren, die bei den wichtigen Faktoren wie Erreichbarkeit, Attraktivität oder Preisbild punkten. Hier ist das Reiseland Deutschland sehr gut aufgestellt und hat die Möglichkeit, seinen Marktanteil bei der Hauptreise von derzeit 30 Prozent vor allem gegenüber den Flugzielen weiter auszubauen. Trotz sinkender Nachfrage kann Deutschland bei entsprechendem Marketing in diesem Segment so ein weiteres Wachstum der Übernachtungszahlen erreichen. Davon können besonders die deutschen Flächenländer und die klassischen Urlaubsgebiete profitieren.Inlandstourismus sinkt um 2,5 Prozent
Insgesamt erwartet die DZT ein Abnehmen des Inlandstourismus von bis zu 2,5 Prozent im Jahr 2009. Je nach Entwicklung der Konjunkturlage können die verzögerten Auswirkungen der Wirtschaftskrise bis in das Folgejahr deutlich werden, bevor wieder ein Wachstum eintritt.
Differenzierte Entwicklung einzelner Märkte
Incoming-Tourismus: Die Entwicklung der verschiedenen ausländischen Quellmärkte ist stark uneinheitlich. Die osteuropäischen Märkte werden 2009 voraussichtlich stagnieren, ein leichtes Wachstum des Deutschland-Tourismus könnte aus Polen und Tschechien generiert werden. In Westeuropa wird die Nachfrage um rund zwei Prozent sinken. In den Überseemärkten, die derzeit rund 20 Prozent des deutschen Incomings ausmachen, wird das Minus aus den USA von Zuwächsen aus China und Indien aufgefangen. Insgesamt erwartet die DZT hier eine Konsolidierung der Nachfrage.
Deutschland-Tourismus trotz Rückgängen über Europaniveau
Die UNWTO prognostiziert einen weltweiten Rückgang des internationalen Tourismus um bis zu zwei Prozent, in Europa um bis zu drei Prozent. Demgegenüber ist für das Deutschland- Incoming nach der bisherigen Wirtschaftslage eine Wachstumspause mit einem Minus von rund einem Prozent zu erwarten.
„Insgesamt gehen wir beim Incoming trotz leichter Rückgänge von einer Entwicklung auf Welt- und über Europaniveau aus", so Hedorfer.Gesamtübernachtungen minus zwei Prozent
Deutschland-Tourismus: Insgesamt erwartet die DZT für das Jahr 2009 ein Sinken der Übernachtungszahlen in Deutschland um rund zwei Prozent. Dennoch haben Regionen und Produkte, die sich durch ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen, auch 2009 gute Chancen, weiteres Wachstum zu generieren. Dieses Verkaufsargument stellt die DZT zusätzlich mit einer modifizierten Marketingstrategie, basierend auf einer weltweiten
Preis-Offensive für das Reiseland Deutschland, 2009 in den Mittelpunkt ihrer Kampagnen.
Foto: Carstino Delmonte/ DZT-Vorsitzende Petra Hedorfer und DRV-Präsident Klaus Laepple - verhaltener Optimismus für Reiseland Deutschland
Tags:
2009 | Deutschland-Tourismus | DZT | Hedorfer | PrognoseKontakt:
DZTdeutschland-tourismus.de
Letzte Nachrichten:
25.05.12 [13:51] : Bahnhof des Jahres 2012: Die Lieblingsbahnhöfe der Deutschen
25.05.12 [12:40] : Meliá Hotels und Katmandu Park eröffnen neues Erlebnishotel in Magaluf
25.05.12 [11:24] : Hotelfachausbildung bei A & O Hotels wird europäisch
25.05.12 [10:50] : ITB Buyers Circle kurbelt Nachmessegeschäft an
25.05.12 [08:49] : Steigenberger: Neues InterCityHotel Bonn öffnet seine Pforten
25.05.12 [08:13] : Furioser Vorgeschmack auf die WM 2014 auf der IMEX
23.05.12 [15:13] : AMS Sailing Cup in Kroatien
23.05.12 [12:25] : Natur pur in Zentralportugal
23.05.12 [10:32] : King of Congo
22.05.12 [07:43] : Globale Trends im Frankfurter Ostend: Die Erweiterung des Goldman 25hours Hotel steht vor der Tür
21.05.12 [09:13] : „Valencia Week“ zum Sommeranfang
21.05.12 [08:02] : Ricardo Santos triumphiert auf Madeira
21.05.12 [07:45] : Sascha Horn ist Director MICE für Meliá Hotels International
21.05.12 [06:55] : Airberlin - Polemik für die Politik


























