Die Nachfrage nach Solarstrom steigt. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der konkurrierenden Solarunternehmen in den weltweiten Märkten stetig zu. Nur die derzeitige Siliziumverknappung bremst noch die Produktion. Ab 2009 wird sich dies mit einer langsamen Siliziummarktentspannung ändern: In den kommenden Jahren wandelt sich der Nachfrage- zu einem Angebotsmarkt. „Die richtige Positionierung und Weichenstellung entscheidet in diesem Moment über den Erfolg eines Unternehmens. Wir setzen auf Innovation, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit, um auch in Zukunft den weltweiten Solarmarkt anführen zu können“, so Kenichi Takahashi, General Manager Sharp Solar Systems Group Europe.
Die Positionierung in Europa als weltweit größtem Solarmarkt spielt dabei eine entscheidende Rolle. In 2007 wurden hier 1,5 Gigawatt von weltweit 2,3 Gigawatt Leistung neu installiert. Spanien, Gastgeber der 23. Europäische Photovoltaic Solar Power Energy Conference, ist beispielhaft für den europäischen Photovoltaikboom und gilt neben Deutschland als europäischer Solarmarkt der Zukunft. Allein im letzten Jahr hat sich die neu installierte Leistung auf der Halbinsel verdreifacht.
„Als Solarpionier haben wir den europäischen Solarmarkt entscheidend mitentwickelt und die Solarbranche mit Innovationen stets vorangetrieben. In den nächsten Jahren konzentrieren wir uns vor allem auf die Weiterentwicklung der Silizium sparenden Lösungen wie der Dünnschicht- und Lichtkonzentratortechnologie. Im letzten Jahr haben wir im Dünnschichtbereich mit unseren Triple-Junction Zellen eine Innovation vorgestellt, mit der wir den mikroamorphen Dünnschichtmarkt anführen“, so Takahashi weiter.
Sharp investiert mit einem starken Produktionsausbau, der Schaffung moderner Produktionsstätten sowie Kooperationen und der Produktion direkt in den weltweiten Schlüsselmärkten in die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. 2010 geht Sharp im japanischen Sakai mit der weltweit ersten Gigawatt-Solarzellenfabrik ans Netz. In unmittelbarer Umgebung der neuen Fabrik Sakai siedeln sich 14 Zuliefererbetriebe an. Transportwege werden so verkürzt und CO2 eingespart. Gleichzeitig entsteht mit Sakai die weltweit erste LCD-TV-Fabrik der 10. Generation. So kann Sharp die Synergien beider Technologien optimal nutzen: sowohl die Beschichtungsmaschinen als auch das Know-how im Beschichtungsprozess sind bei der Produktion von Dünnschicht-Solarzellen und LCD-Panels gleich.
„Neben der neuen Fabrik im japanischen Sakai produzieren wir bereits heute in den Fabriken in Europa, Nordamerika und Asien. Damit sind wir direkt an den Weltmärkten vertreten und verkürzen so die Lieferungszeiten“, so Takahashi. Solarmodule für den europäischen Markt stellt Sharp in der Solarfabrik in Wrexham, Wales, mit einer derzeitigen Produktionskapazität von 220 Megawatt her.
Zu den langfristigen Erfolgsfaktoren zählt neben der Innovation und Wirtschaftlichkeit die in das Unternehmen integrierte Umweltstrategie. Dabei setzt Sharp auf die ökologisch optimierte Produktion von Energie sparenden und Energie erzeugenden Produkten. Als langfristiges Ziel will der Technologiekonzern einen ausgeglichenen CO2-Haushalt vorweisen können. Im vergangenen Geschäftsjahr 2007 lag der Sharp eigene CO2-Ausstoß durch alle weltweiten Geschäftsaktivitäten bei zirka 1,8 Millionen Tonnen. Im gleichen Zeitraum hat Sharp durch die Herstellung von Solarzellen 1,4 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen können.
„Für immer mehr Kunden wird die umweltstrategische Ausrichtung eines Unternehmens zum Kauf entscheidenden Faktor. Das gilt insbesondere für die Solarprodukte, mit deren Einsatz die Umwelt geschützt werden soll. Nur wenn ein Unternehmen konsequent und transparent umweltbewusst agiert, stärkt es die Reputation und die Glaubwürdigkeit und nimmt damit einen positiven Einfluss auf die Marke. Und in einem dynamischen Markt wie Europa wird dies der entscheidende Erfolgsfaktor eines Unternehmens sein“, so Takahashi.
Bis heute produzierte Sharp etwa zwei Gigawatt Solarzellen und ist damit der weltweit größte Photovoltaikhersteller. In 2007 betrug das Produktionsvolumen 363 Megawatt.
Bild: Sharp
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