Was heute wie Stoff aus einem veralteten Science Fiction-Streifen anmutet, war damals für den privaten Kunden eine revolutionäre Technologie: erstmals wurden Daten per Telefonleitung mit einer Geschwindigkeit von 1.200 Bit pro Sekunde übermittelt und auf dem heimischen Fernsehbildschirm sichtbar gemacht.
Damals erfreuten sich drei Bereiche bei den "Btx-Teilnehmern" besonderer Beliebtheit: Das Informationsangebot der Presse, die Bestellmöglichkeiten des Versandhandels und der Reiseveranstalter und natürlich das Homebanking der Postbank.
Damit konnten die Kunden bequem von zu Hause Überweisungsaufträge erteilen, Kontostände abrufen und Daueraufträge erledigen, für damalige Verhältnisse revolutionär. Denn bis zu diesem Zeitpunkt war es notwendig, einen Überweisungsbeleg auszufüllen oder persönlich eine Bankfiliale aufzusuchen.
Um die Kunden vor unbefugten Dritten zu schützen, wurde seinerzeit von allen Banken und Sparkassen das PIN/TAN-Verfahren ins Leben gerufen, das - mittlerweile weiterentwickelt - noch heute die Grundlage für flexibles und sicheres Online-Banking in Deutschland darstellt. Mit Kontonummer und persönlicher Identifikationsnummer (Online-PIN) erhält der Kunde Zugang zu seinem Konto. Statt mit der früher nötigen Unterschrift auf dem Papierbeleg muss jeder Online-Auftrag mit einer nur einmal gültigen Transaktionsnummer (TAN) freigegeben werden.
Die Öffentlichkeit nahm die Btx-Technologie jedoch aufgrund der Kosten, der komplizierten Technik und der eingeschränkten Darstellung nur sehr zurückhaltend auf. In elf Jahren stieg zum Beispiel die Zahl der Kunden, die das Btx-Angebot der Postbank nutzten, auf lediglich 300.000. Dennoch war und ist die Postbank immer vom Online-Banking überzeugt gewesen und hat das Angebot konsequent ausgebaut.