Parallel zum Ifo-Konjunkturindex geht der BITKOM-Branchenindex im zweiten Quartal um vier Punkte auf 36 Punkte zurück. "Die Nachfrage nach Informations- und Kommunikationstechnologie ist weiterhin hoch", sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Wirtschaft und öffentliche Hand investieren kräftig in die Modernisierung ihrer Hightech-Systeme. Stark zulegen werden im laufenden Jahr Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, die Unternehmen und öffentliche Verwaltungen bei der Einführung und dem Betrieb von IT-Systemen unterstützen. 72 Prozent der befragten Unternehmen erwarten in diesem Segment im Jahr 2008 ein Umsatzplus und mehr als die Hälfte wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen.
Etwas schwieriger ist die Lage bei den Herstellern von IT-Geräten. Zwar erwartet fast die Hälfte der Hersteller von Computern und digitaler Bürotechnik trotz des scharfen Preiswettbewerbs im laufenden Jahr ein Umsatzplus. 38 Prozent der Firmen rechnen mit stabilen Erlösen und nur 16 Prozent mit sinkenden Umsätzen. Allerdings gingen im Vorquartal noch zwei Drittel von einem Umsatzplus im Jahr 2008 aus. "Vollwertige Notebooks haben die untere Preisschranke von 500 Euro durchbrochen", sagte Scheer. Mit den neuen Mini-Notebooks, die ab 200 Euro kosten, hat sich zudem ein neues Marktsegment etabliert. "Die Kunden können im Sommergeschäft mit vielen attraktiven Angeboten rechnen", sagte Scheer. Angespannt bleibt die Situation bei den Herstellern von Kommunikationstechnik, zu denen Endgerätehersteller und Produzenten von Netzwerktechnik für Telefon- und Datennetze zählen. 38 Prozent dieser Unternehmen rechnen mit einem Umsatzplus, jeder dritte mit einem Umsatzminus.
Das größte Hemmnis der Branche ist trotz der Anspannung in einigen Marktsegmenten weiterhin der Mangel an qualifiziertem Personal. 58 Prozent aller Unternehmen geben an, dass der Expertenmangel ihre Geschäfte bremst. Trotz leicht steigender Erstsemesterzahlen in den technischen Studienfächern und einem Plus bei den Anfängern in IT-Berufen hat sich das Problem nicht entschärft. "Alarmierend ist der anhaltend geringe Frauenanteil in den wichtigsten Qualifizierungswegen", sagte Scheer. Nur 17 Prozent der Studienanfänger in der Informatik und nur 9 Prozent der neuen IT-Auszubildenden sind Frauen. Der BITKOM unterstützt daher die Initiative der Bundesregierung, mehr junge Frauen für technische Themen zu begeistern und fordert, Informatik als Pflichtfach an den Schulen einzuführen. "Das Interesse an einem Informatikstudium steigt, wenn die Schülerinnen und Schüler das Fach in der Schule in interessanter Form kennengelernt haben", sagte Scheer.
Dabei müsse man sich von der Vorstellung lösen, eine Verbesserung des Bildungssystems sei ohne zusätzliche Finanzmittel zu leisten. Scheer: "Bildung gibt es nicht zum Nulltarif." Steigende Steuereinnahmen sollten aus Sicht des BITKOM nicht nur zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen, sondern ebenso für Zukunftsinvestitionen verwendet werden. Das sind an erster Stelle Investitionen in das Bildungssystem und für Forschung und Entwicklung. "Die öffentlichen Haushalte müssen ausgeglichen werden, damit der gigantische Schuldenberg abgebaut werden kann", sagte Scheer. Nur so könne die Politik finanzpolitische Spielräume zurückgewinnen. "Gleichzeitig aber braucht Deutschland Steuerentlastungen und Investitionen, wo sie direkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken und damit zu mehr Wachstum und Beschäftigung führen", sagte Scheer. Ein anerkanntes Instrument ist die steuerliche Förderung von Investitionen in Forschung und Entwicklung. Nach den Erfahrungen in den USA, Japan oder Frankreich führt eine steuerliche Förderung zu unmittelbar steigenden F&E-Ausgaben in der Wirtschaft. Scheer: "Angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten und des Vorsprungs anderer FuE-Standorte ist Deutschland auf diese neuen Impulse dringend angewiesen."
Bild: BITKOM
Tags:
BITKOM | Hightech-Unternehmen | ITK-BrancheKontakt:
BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.Albrechtstraße 10
D-10117 Berlin
www.bitkom.org
Herr Dr. Axel Pols
Telefon: +49 (30) 27576-120
Fax: +49 (30) 27576-400
Frau Daniela C. Stanek
Presse und Kommunikation
Telefon: +49 (30) 27576-113
Fax: +49 (30) 27576-51113
Herr Maurice Shahd
Wirtschaftspolitik und Konjunktur
Telefon: +49 (30) 27576-114
Fax: +49 (30) 27576-51114
Letzte Nachrichten:
08.02.12 [13:58] : Singapore Airlines nimmt Codeshare-Flüge mit Virgin Australia auf
08.02.12 [10:38] : Ein Mercure Hotel für Stuttgart-Schwieberdingen
08.02.12 [10:13] : Valentinstag – Blumen nicht unbedingt erste Wahl
07.02.12 [16:23] : Wales launcht App - der offizielle Restaurant-, Bar- und Café-Finder für das ganze Land
07.02.12 [14:20] : Täglich von Berlin und Düsseldorf nach Abu Dhabi
07.02.12 [08:43] : Abgeordnete in Europa fordern Ende der Menschensafaris
06.02.12 [14:11] : Vueling übernimmt deutsche Spanair Strecken
06.02.12 [13:19] : Kultur statt Kommerz?
06.02.12 [11:29] : Bürgermeister Bloomberg korrigiert Tourismuszahlen für New York City nach oben
06.02.12 [10:19] : Neue Preisaktion: Valentinstag bei Airberlin
06.02.12 [09:05] : Unberührte Strände und eine ganz besondere Liebe
06.02.12 [08:53] : Kuscheln neben Tutanchamun - Hotelpauschale zur Frankfurter Ausstellung
04.02.12 [08:12] : Airlinepleiten international - diese Woche Ungarn: MALEV
03.02.12 [16:15] : Berlin und Bollywood im Berlinale-Fieber
































